Schwarzsehen für Anfänger, Teil 1

Nüchtern betrachtet ist ein Fotolabor ja nichts anderes als eine Kamera – ein dunkler Raum, in dem man mit Licht „malt“. Aber wie bekommt man so einen Raum so richtig dunkel?

Ein WC-Türbeschlag verhindert, dass Licht durchs Schlüsselloch dringt und bietet den Vorteil, dass man keinen Schlüssel im Dunkeln verlieren kann.

Ein paar grundsätzliche Überlegungen müssen angestellt werden, wenn ein analoges Fotolabor eingerichtet werden soll. Welcher Raum steht zur Verfügung? Gibt es Fenster oder Türen die abgedichtet werden müssen? Gibt es fließend Wasser und Strom? Sind diese grundsätzlichen Fragen halbwegs geklärt, folgt als nächster Schritt in der Regel die Verdunkelung. Denn erst, wenn man die Hand vor Augen nicht mehr sieht, kann man wirklich loslegen, mit Fotopapier, oder noch schlimmer, Film, zu arbeiten.

In meinem Fall bedeutete das: Türbeschlag tauschen, den Türschlitz unten abdichten und für Verdunklung des Türausschnitts sowie des Doppelfensters sorgen.

Vorher: Die Lampe im Flur ist nichtmal eingeschaltet… das Licht kommt durchs Fenster und unter der Tür durch. Ungeeignet.

So eine Abdichtung für die Tür findet man im Baumarkt des Vertrauens. In der Regel werden diese Bürsten genutzt, um Zugluft bzw. Schmutz draußen zu halten, in meinem Fall also Licht.

Mit einer Türdichtung für unebene Böden (eine Art Bürste zum Ankleben) lässt sich der Spalt schließen.
Nachher: Dieses winzige bisschen Streulicht kommt jetzt bei eingeschalteter Flurbeleuchtung noch durch. Damit kann ich leben.

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